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31. Internationales Elbe-Saale-Camp
23. bis 29. Juli 2023
Thema 2023:
"Grüne Auen – unsere Rettungsboote"

 

31. Internationales Elbe-Saale-Camp

Grüne Auen

Grüne Auen – unsere Rettungsboote

Grüne Auen sind das Sinnbild für ein prosperierendes Leben. Sie begegnen uns in vielen Liedern und Gedichten. Die Auen von Elbe und Saale waren Jahrtausende lang grüne, attraktive Lebensräume. Mensch und Natur fanden darin ihren Platz.
In den letzten Jahren änderte sich das Bild besorgniserregend. Die Auen sind nun oft mehr braun als grün. Das fehlende Wasser und die Dürreperioden machen uns Sorgen.
Lebendige Auen sind jedoch wichtige Wasserspeicher und unersetzlich für den Klimaschutz und für die biologische Vielfalt. Was können wir tun, damit unsere Flussauen auch künftig grün, vielfältig und fruchtbar bleiben? Darüber wollen wir beim 31. Elbe-Saale-Camp gemeinsam nachdenken, diskutieren und auf Exkursionen nach neuen Wegen suchen.
Wer Lust und Interesse daran hat, am Ufer der Elbe eine Woche oder ein paar Tage zu campen bzw. als Tagesgast teilzunehmen, ist herzlich eingeladen.

Einige Details des Programms können sich noch ändern. Bitte schauen Sie auf unserer Webseite vorbei, vor allem auf der Programmseite, um sich über Aktualisierungen zu informieren.

Immer weiter!

Einiges wurde erreicht, anderes noch nicht. Die Staustufe ist vom Tisch, der Saalekanal zwar noch nicht ganz, aber nur noch unter "ferner liefen" im Bundesverkehrswegeplan. Schaut man sich aber die Elbe und die fortgesetzten Ausbauarbeiten am Fluss und deren Folgen an, dann bleibt noch viel zu tun.
Die Elbe ist einer der großen Ströme Europas. Und sie ist ein Fluss, der in Deutschland fast ohne Staustufen fließt. Nein, von natürlich kann da noch lange keine Rede sein, zu sehr wird der Lauf der Elbe von Buhnen eingeengt, zu sehr tieft sie sich immer noch in den Untergrund ein. In den vergangen 31 Jahre ist viel geschehen. Wir blicken zurück und nach vorn. -->

Ausblick Elbe

30 Jahre gibt es das Elbe-Saale-Camp nun schon. In Menschenaltern gemessen ist das eine ganze Generation. Die ersten Campteilnehmer waren beim ersten Elbe-Saale-Camp junge Eltern und sind jetzt Großeltern, die ersten Campkinder haben inzwischen eigene Familien. Wir wollen dieses schöne Jubiläum zum Anlass nehmen, auf die vergangenen 30 Jahre zurück zu schauen. Es wird eine Zusammenstellung von Camp-Geschichten geben und auch einen offiziellen Festakt mit vielen ehemaligen Camp-Aktivisten.

Zugleich ist das Jubiläum auch ein Anlass zum Blick nach vorn. Welche Aufgaben liegen vor uns? Wie sieht die Zukunft der Flüsse aus? Gibt es neue Begehrlichkeiten der Wasserstraßenbauer? Wird der Druck auf den Ausbau der Elbe steigen, um einen vermeintlich umweltfreundlichen Transportweg zu fördern? Solche Fragen werden in Diskussionen gestellt werden, wie sie immer im Elbe-Saale Camp Platz haben.

Die Elbe

Die Elbe ist ein Fluss, der sich von je her im Wandel befindet. Einst war die Elbe ein ungebändigter Strom, der sich immer wieder ein neues Bett im breiten Urstromtal suchte. Dann wandelte sie sich, oder wurde gewandelt, wurde zum Transportweg, durch Buhnen eingeengt und in ein starres Flussbett gezogen. Doch auch da bleibt sie nie die selbe, verändert ihren Untergrund, gräbt sich tiefer in Sand und Kies.

Vor mehr als 30 Jahren wurde die Elbe als Abwasserleitung missbraucht. Doch nach der Schließung der chemischen Dreckschleudern hat sie sich wiederum gewandelt. Sie ist sauberer geworden, im beinahe toten Kanal gibt es wieder biologische Vielfalt. Die Elbe wurde von der Wasserstraße zu neuem Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Der Klimawandel macht auch vor dem Flusssystem der Elbe nicht halt. Seit Jahren werden die Sommer heißer und trockener. Damit wandelt sich auch der Wasserhaushalt, statt Vernässung gibt es Dürre, mit Auswirkungen auf Flussauen und Landwirtschaft.

Mit solchen Wandlungsprozessen werden wir uns in den drei Tagen des Elbe-Saale-Camps beschäftigen, werden Ideen dafür suchen, was der Elbe noch an Naturnähe fehlt und wie der Wandel mitgestaltet werden kann.

Wandel ist immer auch Hoffnung, ist Chance auf Neues. Denn letztlich kommt man auch an der Elbe nicht aus dem gleichen Fluss heraus, in den man gestiegen ist. Und Gewissheiten, die gestern noch galten, stimmen schon heut' oder morgen nicht mehr.

Naturverbundene Menschen, die 2022 am Elbe-Saale-Camp teilnehmen wollen und mehr über das Thema Flussschutz erfahren möchten, sowie Gruppen, die sich und ihre Projekte im Rahmen des Camps vorstellen möchten, können Thoralf Winkler unter info@elbe-saale-camp.de kontaktieren, um nähere Informationen zu erhalten. Neuigkeiten rund um den Elbeschutz und das Camp werden regelmäßig auf Facebook (facebook.com/elbesaalecamp) und auf www.elbe-saale-camp.de veröffentlicht.

Die Vorbereitungen laufen

Die Vorbereitungen für das 30. Elbe-Saale-Camp im Jahr 2022 laufen auf Hochtouren.

Seien Sie herzlich eingeladen, im Mündungsgebiet der Saale in die Elbe zu verweilen, die Ruhe der Natur zu genießen – und am Widerstand gegen die Gefährdung der Naturlandschaften an Elbe und Saale mitzuwirken.

Hintergrund

Die Elbe ist ein Fluss mit langen Niedrigwasserperioden. Deshalb hat sich die real existierende Schifffahrt längst von Elbe abgewandt. Selbst in Zeiten mit fast ganzjähriger Einhaltung von 1,60 Meter Fahrrinnentiefe (das ist das Ausbauziel für die Elbe) geht die Schifffahrt auf der Elbe von Jahr zu Jahr zurück, auf inzwischen unter 300.000 Tonnen im Jahr. So lange die Elbe wenig Wasser hat, können die von der Politik behaupteten 2 Millionen Tonnen nicht von der der Saale auf die Elbe kommen. So käme nach dem Kanalbau bald die Forderung nach Staustufen auf der Elbe.

Die Potentiale von Elbe und Saale liegen in ihrem Nutzen für Natur und Tourismus. Nicht umsonst ist die Elbe als längster Sandstrand Deutschlands bekannt. Und im Nutzen für den Hochwasserschutz, den die Flüsse am besten mit naturnahen Retentionsflächen.

Auch in diesem Jahr stehen wieder Elbe und Saale im Mittelpunkt des Elbe-Saale-Camps. Aber auch über andere Bereiche der Elbe wird informiert werden, an denen jetzt ein Ausbau der Elbe droht. Und es wird Aktionen, Gespräche und Wanderungen geben – und selbstverständlich auch Musik und Tanz.

 

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